Lampen-Relief mit Lichteffekt
Sinn und Ursprung des Swastika-Symbole
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Das Material ist ein H 120 cm x B 95 cm x T 60 cm großer Ytongblock der dann in Handarbeit gefertigt wurde. Ein Negatief Gesicht wird in den Block gemeißelt und von unten beleuchtet. Bei einem gewissen Abstand erscheint dem Betrachter, ein Positiv Gesicht, und sobalt der Betrachter sich horizonal oder vertical bewegt, bewegt sich das Gesicht mit
" Es verfolgt die betrachtend Person in jeder Richtung.
Mit einer aufwendigen Spachteltechnik aus dem 17 th. Jahrhundert wird die Pyramiden ähnliche Statue Wetterfest und in Farbe künstlerisch einmalig hergestellt.
" Es entsteht immer ein Unikat!"
Und stellen sie sich mal "IHR" Gesicht darin vor, oder der ihrer Kinder. Der Effekt im Garten oder Wohnbereich wäre "Der Hammer schlecht hin."
Außerdem ist auf der Rückseite ein doppeltes Swastika-Symbol eingemeißelt. Ein original Swastika ist ein Glückszeichen und Gesetztlich erlaubt
Sinn und Ursprung der Swastika
Im Beginn unserer Zeitrechnung ist bei den germanischen Stämmen das Swastika an hunderten mit Leichenbrand gefüllten Urnen, an zahllosen Schmuckstücken und Waffen, Stoffen und Geräten so oft zu finden, dass man von einem germanischen Nationalsymbol sprechen kann. Und sogar bis an die 3000 Jahre vor dieser Zeit, also weiter zurück bis in die Steinzeit der nordischen Kultur Norddeutschlands, aus der sich das spätere Germanenvolk erst entwickelte, finden wir die Swastika-Symbole. Es ist wirklich mit unserem Germanien verbunden.
Will man nicht den festen Boden unter den Füßen verlieren, so muss man bei der Betrachtung der Geschichte des Swastika von den Fundtatsachen ausgehen, indem man sämtliche bei Ausgrabungen gemachten Funde von Sonnenrädern, die sich über fünf Jahrtausende verteilen, genau untersucht. Nur dann kann man sich ein Bild über die Wanderwege des Sonnenrades in der Vorzeit machen, wenn man jedes einzelne zutage gekommene Stück genau datiert und außerdem daraufhin betrachtet, welche Bedeutung an ihm das Sonnenrad haben kann, welcher Sinn ihm innewohnt.
Bestimmen wir das Alter aller Sonnenradfunde, so ergibt sich, dass die ältesten in Europa liegen, und dass gleichaltrige sich nur auf der Linie finden, auf der sich die indogermanischen Wanderungen der jüngeren Steinzeit vollzogen haben, die ja von Europa ausgingen und über Kleinasien bis nach Indien führten. Je weiter wir uns von diesem Gebiet entfernen, umso jünger werden die bisher gemachten Funde.
Innerhalb von Europa finden wir das Swastikasymbol in der vorgermanischen, nordischen Kultur der jüngeren Steinzeit, und zwar ist es im Hünengrab von Drosa bei Köthen und auf einem Spinnwirtel der so genannten Salzmünder Kulturgruppe, die ebenfalls nordisch ist, in Roßlau an der Elbe gefunden worden. Gleichzeitig ist es in dem Gebiet von Böhmen bis Siebenbürgen in der Zeit um 3000 vor Chr. verbreitet. Hier wohnten im Gegensatz zu dem deutschen Gebiet südindogermanische Stämme, die der nordischen Kultur eng verwandt waren.
Wir können dann feststellen, dass von hier aus über Troja das Swastika um 2500 vor Chr. nach Kleinasien kommt. Wir finden es in derselben Zeit bei dem unsemitischen Volk der Sumerer, den ältesten Einwohnern Mesopotamiens. Später ist dann in ganz Mesopotamien unter semitisch- babylonischer Herrschaft das Swastika unbekannt.
In den Kulturschichten von Susa (Persien) hatte es sich ebenfalls gefunden, aber auch hier reicht das Alter nicht viel über 2000 vor Chr. hinaus, und schließlich kam es an der Pforte nach Indien zutage. Das tragende Element ist die Gruppe der Induskultur. Diese Kultur hat Beziehungen zu Susa. Weiter ist das Sinnbild über das gleiche Gebiet in der Frühzeit nicht hinaus gedrungen, denn im eigentlichen Indien finden wir es erst in der Zeit vor 500 vor Chr. gebräuchlich. Hier heißt es „Swastika“, was so viel wie „Glücksbringer“ bedeutet, und spielt im Buddhismus, der ja in dieser Zeit entstand, eine außerordentliche Rolle. Es ist noch heute innerhalb der Sekte der Djains sehr gebräuchlich, als siebentes ihrer heiligen Sinnbilder und als Freudenbote, ihr heiligstes Zeichen. Es wird bei ihnen nicht nur an allen Tempeln angebracht, sondern auch im Gottesdienst selbst sehr geschickt aus Reismehl gestreut, indem zuerst mit dem Mehl eine kreisförmige Fläche zugedeckt und dann mit dem Finger in diesen Kreis ein Swastika hineingezogen wird.
Die einzelnen Arme des Sonnenrades haben im Buddhismus einen besonderen Sinn: Der rechte bedeutet den Urgrund des Lebens, der untere das pflanzliche und tierische, der linke das menschliche und der obere das himmlische Leben. Die Verbindung des gleicharmigen Kreuzes mit dem Swastika, das so genannte „Rad des Gesetzes“, stammt von der Sanchi Stupa um 500 vor Christi. Hier verbindet sich der Begriff von Kreuz, Sonnenrad, Jahresrad, zum „Rad des Gesetzes“. Auch die hier befindlichen heiligen Fußspuren des Buddhas tragen das Swastika, und gerade diese Fußspuren stehen mit dem uralten Sonnenkult in Verbindung.
In China finden wir mit dem Buddhismus zusammen das Hakenkreuz ab 100 vor unserer Zeitrechnung. Auf Chinesisch heißt es „Wan“ und verkörpert den Zahlenwert 10.000, der im Chinesischen gleichbedeutend mit Unendlichkeit ist.
Durch einen Erlass der Kaiserin Wu aus der Zeit 700 nach Chr. wird in der Schrift das Swastika im Kreis als Wortzeichen für „Sonne“ eingeführt. In der Folge wird das Swastika derartig viel an Gegenständen des täglichen Gebrauches in China abgebildet, dass sich einer der nachfolgenden Kaiser gezwungen sieht, einen Erlaß zum Schutze dieses Zeichens zu erlassen, der streng verbietet, das heilige Symbol an Gegenständen des täglichen Gebrauches abzubilden.
In Japan ist gleichfalls das Sonnenrad mit der buddhistischen Religion bekannt geworden. Hier hat es den Namen „Manji“ erhalten, und Japan ist das Land der mannigfaltigsten Swastika-Formen, denn immer wieder ist dieses Sinnbild in neuartige Formen und Abwandlungen gebracht worden. Es bedeutete allen Japanern ganz großes Glück, ebenso wie Unendlichkeit und Ewigkeit. Es kehrt in den Wappen der ältesten japanischen Fürstenfamilien wieder und war bis vor sechzig Jahren sogar Stabsflagge im japanischen Heere.
Viele Gründe sprechen dafür, dass das Sonnenrad vom Fernen Osten nach Amerika gelangte, da wir durch Ausgrabungen wissen, dass Beziehungen zu manchen chinesischen Erscheinungen vorliegen. Auch die Bedeutungen des Hakenkreuzes in Amerika unterscheiden sich keineswegs von denen in Europa und Asien, was ja mit untrüglicher Sicherheit die Abhängigkeit voneinander beweist.
Bei den Azteken ist das Sonnenrad die Hieroglyphe für „Tag“, das Swastika mit Kreis der Begriff „Jahr“, während Zeitlauf, Ewigkeit, ein Swastika mit Sonne im Viereck ist.
In den Ruinen von Palenque (Mexiko) entdeckte man an einem alten Sonnentempel einen Sonnenkalender von 365 Tagen in Form einer doppelten Swastika, in dessen Mitte das gleicharmige Kreuz stand.
Bei den nordamerikanischen Navajos war das Swastika gleichbedeutend mit dem Bekenntnis: Anhänger der Sonnenreligion.
Der beste Gegenbeweis gegen die Behauptung, dass das Swastika an verschiedenen Stellen der Erde unabhängig voneinander entstanden sei, ist eben die Tatsache, dass auf der ganzen Welt das Swastika den gleichen Sinn hat.
Schauen wir uns in dem engeren Entstehungsgebiet des Swastika in Europa die Funde an, so finden wir den gleichen Sinnwert. Sowohl bei Griechen, Italikern und Kelten sehen wir es mit der Sonne verbunden. So trägt es der griechische Sonnengott Apollo auf der Brust, oder die keltische Sonnengottheit, der Gott Kernunos mit Hirschgeweih am Haupt.
Der gleiche Sonnensinn ist bei den ältesten Funden in Troja feststellbar. Troja war dem Volk der Luwier zugehörig, aus denen durch Vermischung mit den nordischen Einwanderern, den Dorern, schließlich in Griechenland das Hellenenvolk entstand, während in Kleinasien durch Verschmelzung der Luwier mit den Tanisiern das Hethiterreich zustande kam, das ebenfalls in seiner herrschenden Sprache und herrschenden Schicht indogermanisch bestimmt war. Ist es doch gelungen, festzustellen, dass die hethitische Bilderschrift eine illyrische Sprachform zeigt. Wir wissen, dass die Illyrer im 2. Jahrtausend Nachbarn der Germanen in Ostdeutschland waren und bis nach dem Balkan herunter wohnten. Auch in Troja nun ist das Idol einer Göttin gefunden, die die Swastika trägt. Es kann sich nur um eine Sonnengöttin handeln, die bei den Hethitern „Sonnengöttin von Urinna“ hieß.
Wir kommen also zu dem Schluss, dass schon zu Beginn seiner Entstehung das Swastika ein Sinnbild der Sonne war, hervorgegangen aus dem vierspeichigen Sonnenrad, dem Sonnenkreuz. Die Grundbedeutung ist die Sonne, und es ist selbstverständlich, dass sich hieraus die verschiedensten Sinnableitungen ergeben mussten wie Fruchtbarkeit, Schöpfung, Lebensquell und Wiedergeburt. Denn Sonne, Lebensquell und Fruchtbarkeit gehören zusammen.
So zeichnet der Germane der Bronzezeit im 2. Jahrtausend vor Chr. das Swastika an Felswände neben Darstellungen von kultischen Felsbildern, die sich auf mit dem Jahreslauf zusammenhängende Gebräuche der Fruchtbarkeit und Lebenserweckung beziehen.
Besondere Beachtung verdient eine Darstellung aus der Zeit 1000 vor Chr. aus dem Kaukasus. Auf dieser Darstellung rennt die Mondgöttin in Gestalt einer Antilope gegen das Swastika, also die Sonne, an, die von einen Bogenschützen beschützt wird. Eine Sage, die gemein- indogermanischen Vorstellungen entspricht und steinzeitlich sein muss.
Den semitischen Assyriern und Babyloniern, den Amoritern und Hebräern in Palästina ist das Swastika fremd geblieben.
Erwähnt sei noch, dass, wie in die buddhistische Religion, auch in den Mohammedanismus das Swastika gekommen ist. Wir haben sogar Swastika, die zum Namenszug des Propheten umgewandelt sind. Hier nahm das Swastika seinen Ausgang in Persien, also von Gebieten, wo es von altersher zuhause war. Es drang dann mit dem Mohammedanismus überall dorthin, wo dieser Fuß fasste, sei es in Syrien oder Ägypten, Nordafrika oder Spanien. Denn auch in der Alhambra in Granada findet sich das Swastika ebenso wie an den alleröstlichsten Gebäuden des Mohammedanismus in Innerasien, Turkestan, wo wir, wie in der Urzeit, die Verbindung des Swastika mit dem gleicharmigen Kreuz beobachten können.
Es dürfte ein völliger Irrtum sein, zu glauben, dass Sinnbilder, Symbole stets Vorbildern in der Natur nachgebildet sein müssen. In unserem Falle also, dass das Heilszeichen des Swastika in der Natur oder an einem Gerät hätte beobachtet worden sein müssen. So hat man behauptet, dass beim Feuerbohrer, der in der Tagen der Urzeit zum Feuerzünden benutzt worden ist, die Funken ein Swastika gebildet hätten und auf solche Weise die Entstehung zu erklären sei. Erst durch eine solche Beobachtung habe der nordische Mensch in der Steinzeit darauf kommen können, das Hakenkreuz zum Sinnbild zu machen. Eine Behauptung, für die nie ein Beweis erbracht wurde.
Diese etwas materialistische Auffassung wird unseren Vorfahren in keiner Weise gerecht, da diese ihnen nicht zutraut, dass sie aus dem rein Gedanklichen heraus aus einer inneren Schau zur Schaffung des Swastikasinnbildes gekommen sein könnten. Freilich, solange auf der Bühne die Germanen, struppig und ruppig, mit Bettvorlegern angetan und mit wilden stierhorn- bewehrten Helmen oder Flederwischen „barbarisch“ aufgemacht, uns immer wieder gezeigt werden- und dies, obwohl die Wissenschaft seit Jahren das wahre Bild unserer Vorfahren in ihrer Kulturhöhe und ihrem handwerklichen Können aufgezeigt hat- solange eine solche Darstellung fortgeführt wird, muss es schwer halten, dem Volke klarzumachen, dass das Sinnbild und Heilszeichen aus dem Geistigen, dem Ungegenständlichen gekommen ist.
Was wussten wir vor wenigen Jahren von germanischer oder nordischer Himmelskunde? Heute sind wir belehrt! Seit Urzeittagen war die heilige Richtung im Kult sowie in der Sonnen- und Himmelsbeobachtung die Nord- Süd- Linie. Waagerecht dazu gehörte die Ost- West- Linie, also ein gleicharmiges Kreuz. Um dieses gleicharmige Kreuz bildete der Gesichtskreis einen gedachten Radkranz. Darum war wohl das vierspeichige Rad, das rein gedankliche Richtungsbild zum Himmel, für den Nordmann ein besonderer Ausdruck göttlicher Harmonie, zumal er dieses vierspeichig angenommene Rad aus der Himmelsbeobachtung in der Sonne selbst wieder fand. In nordischen Breiten ist die Sonne nicht eine glatte, volle Scheibe, sondern sie sieht eben wie ein vierspeichiges Rad aus.
Noch zur Wikingerzeit wird vom „Rade der Sonne“ gesprochen. So erklärt es sich auch, dass der Germane mit dem Baum, dem Maibaum oder der Julruke das Sonnenrad verbrannte, wie es heute noch alljährlich auf dem Questenberg im Harz geschieht und früher überall in germanischem Gebiet üblich war. Der Pfahl, der Holzstamm, stellte die Gottheit dar, und um ihn, der wiederum gleichbedeutend mit der Allsäule, der Irmnsul, war, kreiste der Himmel.
Wir sehen von Anbeginn das Swastika immer aufs engste mit dem Sonnenrad, das dasselbe ist wie das Jahresrad, das Sonnenkreuz oder das Jahreskreuz, verbunden. Das Swastika vervollständigt daher nur das Sonnenrad, um die Bewegung des Sonnenlaufes anzudeuten. Das geschieht durch die Haken.
So heißt das Kreuz mit vier Swastika an den Enden bei den Indern bezeichnenderweise „Rad des Gesetzes“. Das gesetzmäßige Geschehen des Jahres hat bei den Indogermanen überall zu einem kultischen Brauchtum und zum Entstehen von Jahreslaufbräuchen geführt, die zum Teil noch heute auch in unserem Volk lebendig geblieben sind und die sich in der Vergangenheit rückwärts bis in den Anfang des Germanentums vor 4000 Jahren, ja sogar noch darüber hinaus, nachweisen lassen. Das Swastika als Kreuz des Jahresgeschehens der allumfassenden Natur ist als ein Sinnbild des Werdens, des Seins, Vergehens, der Unendlichkeit, des Wiedererwachens, des Lebens, der Natur.
Für uns ist ein Haken als Bewegungszeichen nicht auf den ersten Blick verständlich, aber in der einfachen, begrifflichen Darstellungsweise der Jahrtausende vor uns, wo man das Wesen eines Dinges charakterisieren wollte und nicht sein äußerliches Aussehen darzustellen strebte, da bezeichnete man auch den Fuß und das Gehen nicht anders als durch Haken.
Das aus dem Ostteil des römischen Reiches kommende Christentum kannte zunächst nur Sinnbilder, die ihm selbst zu eigen und demnach typisch christlich waren, wie Fisch, Taube mit dem Ölzweig, Gute Hirten usw. Wetterte doch der Verteidiger der Christenlehre, Minutius Felix: „Denn wir errichten keine Kreuze, noch wünschen wir dies! Ihr, die ihr hölzerne Götter heilig haltet, betet vielleicht Hölzer und Kreuze gleichsam als Teil eurer Götter an!“.
Bei der Ausbreitung des Christentums kamen dann Symbole hinzu, die wir heute viel mehr als typisch christlich empfinden, die es aber in Wirklichkeit ursprünglich nicht waren, nämlich das Kreuz und das Swastika Beide waren ursprünglich gleich bedeutsame Symbole. Das Kreuz gewann erst später als christliches Sinnbild die Oberhand, weil es durch die Umwandlung in das Marterkreuz Christi sich mit der Kirchenlehre sehr viel besser verbinden ließ als das Swastika und weil man wohl empfand, dass dieses von den Germanen doch allzu stark als heilige Symbolisierung ihres Blutes und der ihnen arteigenen Seelenhaltung angesehen wurde.
Gleichwohl sei festgestellt, dass in den Katakomben Roms das Hakenkreuz vor dem christlichen Kreuz auftauchte, und zwar im 2. Jahrhundert, während das gleicharmige Kreuz erst später zu finden ist. Hier ist also das Swastika eher christliches Symbol als das Kreuz. Dies ist auch anderwärts der Fall. Wenn wir im Alpengebiet einen der ältesten Kirchenfußböden betrachten, der uns erhalten ist, so sehen wir hier nicht das Kreuz, sondern nur das Swastika.
In Germanien war eine ganz eigenartige Situation entstanden. Gerade im ersten Jahrhundert unserer Zeitrechnung war das Swastika eines der lebendigsten Sinnbilder der Germanen. Die Missionare, die nicht aus Rom kamen, sondern der irisch- schottischen Kirche angehörten, unterschieden sich in vielem von der katholischen Richtung des Christentums. Dem Wirken der Iren in Deutschland wurde erst durch Bonifazius ein Ende gesetzt. Sie verdammten Thor und Wodan nicht als Teufel, sondern erklärten sie nur als schwache Götter und unterzogen sich oft zum Beweis der Mächtigkeit des neuen Gottes der Feuerprobe, d.h. sie trugen glühende Eisen mit ihren Händen unter Anrufung Christi.
Gerade die Iren verknüpften das Swastika- Symbol mit dem Christentum, wie als Beispiel der Reliquienschrein des heiligen Patrick zeigt. Wenn das Swastika nördlich der Alpen in den ersten Jahrtausenden häufig als christliches Sinnbild erscheint, so geht daraus hervor, dass man nicht nur den germanischen Vorstellungen entgegenkam, indem man diese alten, heidnisch- nordischen Symbole weiter benutzte, sondern dieses Weiterleben lässt den Schluss zu, dass die Kraft des Germanentums und seine Einschätzung sehr viel höher war, als mancher heute vielleicht wahrhaben möchte. Es ist den christlichen Missionaren anfangs nicht gelungen, das Swastika als Sinnbild der Sonnenverehrung auszuradieren.
Eine Reihe germanischer Grabfunde erzählen uns besonders Lehrreiches nach dieser Richtung hin. Zwei Beispiele seien herausgegriffen: Auf dem Gräberfeld von Nitzahn (Mark Brandenburg) fand sich eine mit Leichenbrand gefüllte Urne aus dem 2. Jahrhundert, die denselben Sinnbildzusammenhang wie der mehrere Jahrhunderte später entstandene Patrickschrein zeigt. Sie trägt nämlich Kreuz, Swastika und Irminsul-, Lebensbaum- Allsäule. Alle drei Symbole finden wir beispielsweise auf dem Altartuch von Halberstadt wieder. Auf demselben Altartuch findet sich ein Quadrat mit Haken an den Rändern. Das gleiche finden wir auf der germanischen Urne von Bardenfleth etwa aus dem Beginn unserer Zeitrechnung. Neben diesem so auffälligen und einzigartigen Sinnbild sieht man wieder den Lebensbaum und weiter das Swastika mit doppelten Haken, das wir gerade auf frühchristlichen Messgewändern und Altartüchern beobachten können.
Bei den heidnischen Germanen wurde das Swastika sowohl Thor als auch Odin zugeschrieben. Es war beider Götterzeichen. Als Sinnbild Odins erhält es oft statt der Haken Vögel- oder Pferdeköpfe, als Thors Zeichen Stierköpfe.
Am eindrucksvollsten ist wohl in dem Grab einer germanischen Priesterin an einem Amulett das Swastikasinnbild in Verknüpfung mit dem Sonnenrad und- kreuz gestaltet worden.
Nicht allein der Sinn ist ausschlaggebend, den wir heute mit dem Swastika verbinden, sondern das Wissen um seine Vergangenheit, Entstehung und Bedeutung können uns das Sinnbild nur umso wertvoller und verehrungswürdiger machen.
Reno kassmann, den 5. November 2009
Eala frya Fresena
K & S Artfusion
